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Zukunftsvisionen für die „Gordon Barracks“

Die ehemalige Linsingenkaserne in Hameln, die bis Anfang 2015 von den britischen Gaststreitkräften unter dem Namen „Gordon Barracks“ genutzt wurde, ist durch ihre zentrumsnahe Lage und den umfangreichen, gut erhaltenen Gebäudebestand von besonderem Interesse bei der Konversion gewesen.

Abzug der britischen Gaststreitkräfte

Bereits im Sommer 2014 sind ein Großteil der 470 in Hameln stationierten britischen Soldaten sowie die rund 1.000 Angehörigen und Zivilangestellten aus der Stadt endgültig verzogen. Anfang 2015 wurden dann alle Liegenschaften der britischen Gaststreitkräfte in Hameln mit einer Gesamtfläche von 267 Hektar an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zurückgegeben. Auch die britische Grundschule der Stadt schloß zum Ende des Schuljahres 2013/14 ihre Tore. Im Stadtgebiet von Hameln wuden von den Armeeangehörigen zudem 135 BImA-eigene Wohnungen genutzt. Mit der Rückgabe der Wohneinheiten bereits Mitte März nahm auch hier der Abzug der britischen Streitkräfte sichtbare Form an. Wie die Oberbürgermeisterin der Stadt bestätigte, stellte dieser schnelle Abzug der Briten die Stadt vor eine beträchtliche Herausforderung: „Die knappe Zeit macht es noch schwieriger, den Aderlass zu verkraften.“

Gleichzeitig bietet der Abzug der britischen Streitkräfte einmalige Chancen für die Stadtentwicklung Hamelns. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der ehemaligen Linsingenkaserne – heute als „Gordon Barracks“ bekannt – zu. Ein Grund dafür ist, dass sich der Gebäudebestand der Liegenschaft in einem sanierten und guten Zustand befindet und die unterschiedlichen Gebäudetypen, wie das ökumenische Kirchegebäude, das Kino aus den fünfziger Jahren, die moderne Kantine für 400 Personen, die Turnhalle mit Sportplatz und diversen weiteren Gebäuden, wie Werkstätten und Garagen eine Vielzahl von Nachnutzungsmöglichkeiten eröffnen.

Vor allem die 2007 eröffnete Kantine, in der bis zu 1000 Essen stündlich zubereitet werden können, war für die Investoren interessant. Obwohl die Inneneinrichtung der britischen Liegenschaften üblicherweise beim Abzug vollständig mitgenommen oder verkauft wird, besteht die Bereitschaft, die teure Kantinen-Ausstattung - natürlich nicht ganz unentgeltlich - eingebaut zu lassen, wie der britische Oberstleutnant Ian Scrivens sagt: „Wir können aber auch alles stehen und liegenlassen. Grundsätzlich besteht aber vor allem an dem Interieur, das neueren Datums ist, großes Interesse.“

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Die Konversion der britischen Kasernenanlagen in Hameln bietet eine einmalige Chance für die Stadtentwicklung (Foto: Hansele, CC BY-SA 3.0)

Interesse von Investoren

Dem Entgegenkommen der britischen Streitkräfte ist es zu verdanken, dass bereits seit Mitte 2013 – also lange vor der Rückgabe der militärisch genutzten Liegenschaften – interessierten Bürgern und Investoren hier regelmäßig Besichtigungen angeboten werden können. Diese wurden von der Stadt geführt und waren stets stark nachgefragt.

Zu den vielen Interessenten, die über eine Ansiedlung auf dem Kasernengelände nachdenken, gehören unter anderem die Technische Akademie, die Straßenbauverwaltung, die Polizei und der Landkreis Hameln-Pyrmont mit Umzugsplänen zur Zusammenführung der Elisabeth-Selbert-Schule an einem Standort als eine mögliche Option. Welche Investoren sich letztendlich auf den Gordon Barracks, dem Bailey- oder dem Gundolph Park ansiedeln werden, ist längst nicht entschieden. Hier kommt der Stadt als Trägerin der Planungshoheit eine besondere Verantwortung zu, denn sie entscheidet im Rahmen der Bauleitplanung, welche Nutzungen dort überhaupt zulässig sind.

Dabei hat die Stadt von Beginn an ihre Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, sich mit ihren Ideen in den Prozess der Neugestaltung ihrer Stadt einzubringen. Dieser Aufforderung sind schon sehr viele gern nachgekommen.

Lesen Sie hierzu mehr unter „Bürgerbeteiligung“.

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