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Vom Flugplatz zwischen Ruhrgebiet und Benelux-Ländern zum Tor zu den Niederlanden

Die „Javelin Barracks“ wird aufgrund ihrer Größe von rund 882 Hektar nur aus der Luft im Gesamtüberblick wahrgenommen. Dann stechen die markanten Eigenschaften der Liegenschaft ins Auge. Das lange Rollfeld des ehemaligen Flugplatzes, die Lage inmitten einer sehr großen, idyllischen Waldfläche und die unmittelbare Autobahnanbindung. Der ehemalige Flughafen der britischen Streitkräfte wurde am 13.11.2015 an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) übergeben. Erste Konzepte und Ideen für eine sinnvolle Nachnutzung des Geländes sind ausgearbeitet.

Die „Javelin Barracks“ – Ein ehemaliger Flugplatz mit vollständiger Infrastruktur

Die Liegenschaft „Javelin Barracks“ wurde im Jahr 1953 eröffnet. In ihrer Funktion als Flugplatz war sie seitdem auch unter dem Namen „RAF Brüggen“ bekannt. Der Name beruht auf der hier stationierten Royal Air Force (RAF) und der Nähe zum Bahnhof Brüggen. Nach Ende dieser Nutzung im Jahr 2002 wurde der Name „Javelin Barracks" verwendet.

Die „Javelin Barracks“ bildet in Niederkrüchten einen in sich geschlossenen Ortsteil. Neben der eigenen Landebahn gibt es alle für eine autarke Stadt notwendigen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, soziale Einrichtungen, Infrastruktur, Sportanlagen und 450 Wohnhäuser.

Zudem ist die für einen Flugplatz notwendige Bebauung vorhanden, bestehend aus Betriebsgebäuden, Flugplatz, Hangars, Munitionsbunker, Schutzräume, Lager- und Bürogebäude sowie sonstigen technischen Gebäuden. Besonders reizvoll ist der rund 80 Hektar große Golfplatz, der von ungefähr 290 Hektar Waldfläche umgeben ist.

Die „Javelin Barracks“ liegt inmitten einer idyllischen Waldfläche. Markant ist das Rollfeld des Flughafens (Foto: Hans Blossey)

Stand der Planungen zur Nachnutzung

Mit dem geplanten Abzug der britischen Streitkräfte Mitte 2016 wird eine Neuentwicklung auf der rund 882 Hektar großen Liegenschaft möglich. In einem zwischen der BImA und der Gemeinde Niederkrüchten mit Unterstützung der NRW Urban entwickelten Konzept wurden bereits konkrete Nachnutzungsmöglichkeiten für die Liegenschaft mit der außergewöhnlichen Lage entworfen.

Die „Javelin Barracks“ liegt geographisch günstig im Kreis Viersen zwischen dem Ruhrgebiet und den Benelux-Ländern. Über diverse Autobahnen gelangt man schnell zu den deutschen und niederländischen Ballungsgebieten und Wirtschaftszentren. Eine direkte Anbindung an die Autobahn A 52 (Niederlande - Düsseldorf - Ruhrgebiet) ist in unmittelbarer Entfernung vorhanden; die A 61 (Niederlande - Köln - Koblenz) und A 44 (Aachen - Belgien) befinden sich ebenfalls in der Nähe. Der Flughafen Düsseldorf sorgt für die internationale Erreichbarkeit.

In der Wirtschaftsregion Niederrhein liegen die Branchenschwerpunkte im Bereich Ernährung, Logistik, Automotive, Maschinenbau und Dienstleistungen. Die Region profitiert von der zentralen Lage in der Mitte Westeuropas und der Nähe zu großen Absatz- und Beschaffungsmärkten an Rhein und Ruhr. Diese verkehrsgünstige Lage und die Wirtschaftsstärke der Region machen den Standort "Javelin Barracks" im Kreis Viersen sehr attraktiv für Investoren.

In der „Javelin Barracks“ sind sämtliche Einrichtungen, die für eine unabhängige Infrastruktur notwendig sind, vorhanden (Foto: Hans Blossey)

Folgende Nachnutzungen sind entsprechend des Lagevorteils geplant

Für den nördlichen Bereich, in dem sich zzt. technische Einrichtungen, Verwaltungsgebäude und der Wohnbereich befinden, ist als Nachnutzung die Ansiedlung von Gewerbe- und Industriebetrieben vorgesehen. Dieser Gewerbebereich soll sich in 2 Teilbereiche aufgliedern. Im Eingangsbereich ist eine rund 15 Hektar große Fläche für Klein- und Mittelbetriebe vorgesehen. Auf den übrigen Flächen von rund 135 Hektar ist flächenintensives Gewerbe geplant.

Im Weiteren sind Perspektiven hinsichtlich der Weiterentwicklung von Flächen für Sport, Freizeit, Freiraum und Erholung vorhanden. Vorstellbar ist die Weiterentwicklung des Golfplatzes sowie die Entwicklung zusätzlicher Freizeiteinrichtungen. Daneben stellt die Errichtung von Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien eine zukunftsfähige Idee dar. Diese Vorschläge sind im Konzept bereits enthalten.

Der Ausbau von Flächen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ist ebenfalls geplant. Diese sogenannten Kompensationsmaßnahmen sind im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bzw. den entsprechenden Landesgesetzen festgehalten und besagen, dass für Eingriffe in Natur und Landschaft – zum Beispiel durch Straßenbaumaßnahmen – geeigneter Ausgleich geschaffen werden muss. Für solche Maßnahmen sind die Bereiche im Westen und Süden der „Javelin Barracks“ vorgesehen.

Früher Militär - jetzt Expansionsraum für Wirtschaft  

Der bis 2001 durch die britische Royal Air Force genutzte ehem. Fliegerhorst „RAF Brüggen“ wurde 2002 an die British Army übergeben und in „Javelin-Bks.“ umbenannt. Im November 2015 wurde das gesamte Areal an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zurückgegeben und steht nun für eine Entwicklung bereit. Künftig sollen Teile der „Javelin-Bks.“ für eine Gewerbe- und Industrienutzung entwickelt werden. Hierfür sind rund 150 der insgesamt 885 Hektar vorgesehen. Der Großteil des Areals der „Javelin-Bks.“ bleibt hingegen der Natur vorbehalten.

Die ‚Invest Region Viersen‘ (Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen mbH) hat hierzu einen Einspieler veröffentlicht: